Seit letzter Woche ist Warhammer Online released und man kann sich im Netz den ganzen Bewertungen und Kommentaren kaum noch entziehen. Dabei spalten sich die Gemüter. Während die einen das gelungene Balance und die Möglichkeiten im PvP loben, sind die anderen noch nicht vom Langzeitspaß und der überholten Grafik überzeugt.
Es scheint zumindest ein gelungener Start für Mythic gewesen zu sein, deren Chef nun Schlagzeilen in Bezug auf Gold Händler gemacht hat. Auf seinem Blog schreibt Mark Jacobs: "I HATE GOLD SELLERS WITH EVERY FIBER OF MY BEING." (zu deutsch: "Ich hasse Gold Verkäufer mit jeder Faser meines Körpers")
Er habe überaus lukrative Angebote von Gold Verkäufern bekommen, nicht so genau hinzusehen. Da Mythic aber eine Nulltoleranzpolitik gegenüber Gold Händlern zeigt, wurden seit Start von Warhammer nicht nur über 400 Accounts wegen Gold Handel gebannt, sondern es wird auch an einer neuen Methode gearbeitet um die jeweiligen Account Besitzer direkt im Spiel anzuprangern. Im Spiel wird jedem Spieler im Chat angezeigt, welcher Account gerade wegen Vorwurfs des Goldhandel gesperrt wurde. Dieses Verfahren befindet sich bereits auf einem Server in der Testphase, Jacobs kündigte aber an es auf alle anderen Server auszuweiten.
Inwiefern diese Nulltoleranz, sowie die abschreckenden Maßnahmen tatsächlich greifen um den Goldhandel zu unterbinden, bleibt fraglich.
Die ersten Videos zum Bosskampf gegen den blauen Drachen Malygos sind im Netz aufgetaucht. Auf den Live-Servern kehrt zur Zeit eine gewisse Ruhe ein, Raids werden gestrichen und alles bereitet sich auf das neue Addon WotLK vor. Die Spielerschaft ist also gespannt, was sich Blizzard für das neue Addon an Instanzen im Endgame Bereich hat einfallen lassen. Spieler, die auf eine gewisse Abwechslung gewartet haben, werden hier ihre Freude haben. Gegen Malygos geht es in der 3. Phase in einen Luftkampf, die Spieler fliegen also auf Drachen und müssen den Boss in der Luft bekämpfen. Das klingt nicht nur spannend, das sieht auch so aus:
Laut einem Artikel auf golem.de wurden vor kurzem die aktuellen Zahlen von Blizzard genannt. So ist seit dem Start von World of Warcraft 200 Mio. US-Dollar für laufende Kosten ausgegeben worden. Auf vielen Fansites liest man nun Vorwürfe gegen Blizzard, da auf den ersten Blick Unsummen mehr eingenommen wurde. Allein der Gewinn wird im ersten Quartal 2008 auf 99 Millionen Euro beziffert.
Seiten wie braekling.de geben Entwarnung. Die Kosten für die Entwicklung, sowie die ständige Weiterentwicklung sind in diesen Rechnungen nicht enthalten. Genauso müsste man alle Projekte auf die Waage legen - wie Diablo, Starcraft und Warcraft 3. Außerdem befinden sich mit Diablo 3 und Starcraft 2 noch zwei völlig neue Spiele in der Entwicklung. Dazu kommen Werbekosten, die Spielemessen auf der ganzen Welt, sowie die Hauseigene Messe "Blizzcon". Als Aussenstehender ist es somit sehr schwer die Einnahmen, sowie Ausgaben eines so großen Unternehmens realistisch einzuschätzen.
Eines steht dabei natürlich fest: für Blizzard lohnt es sich, das Beweisen die neuen Projekte und der vor kurzer Zeit beschlossene Zusammenschluß mit Activision. So werden wir auch die nächsten Jahre noch mit weiteren Spielen aus der erfolgreichen Schmiede versorgt.